Freitag, 19. Juli 2013

Einfach zum Erfolg





K I S S ! ist in doppelter Hinsicht ein Erfolgsrezept. Die eine Version sollten Sie gleich und immer wieder ausprobieren. Die andere heißt:
Keep it short and simple! Nur was kurz und einfach erklärt werden kann, führt zum Erfolg. Leider ist uns Deutschen insbesondere der Drang zu eigen, alles Einfache zu komplizieren, um der Welt kund zu tun, dass wir bei unserer hohen Intelligenz alles viel tiefsinniger, grundlegender zu formulieren vermögen und dabei jeden eventuellen Einzelfall berücksichtigen. „Sehen Sie das nicht allzu einfach?“ ist der tödliche Einwand, will sich ein Chef, ein Kunde, ein Politiker davor schützen, das Einfache, das Naheliegende zu realisieren. So einfach geht es zum Erfolg:

Erfolgt auf einen schmerzlich empfundenen Mangel ein unwiderstehliches Angebot, so dürfte es zu einem raschen Geschäftsabschluss kommen. Das ist die Quintessenz der Engpass-konzentrierten Strategie von Wolfgang Mewes. Viel mehr Worte braucht es eigentlich nicht. Der Erfolg ist dem beschieden, der erkennt, welcher „engste Engpass“ seinen potenziellen Kunden am optimalen Gewinn behindert  u n d  ihm ein entsprechendes unwiderstehliches Angebot unterbreiten kann. Die Beseitigung des jeweils engsten Engpasses führt unweigerlich zum Erfolg! Darauf muss man sich konzentrieren, und auf nichts anderes.

Aus der Logik ergibt sich: Der engste Engpass meines potenziellen Kunden bietet mir die größte Chance! Übrigens gilt das allüberall. Einen engsten Engpass gibt es in jedem Bereich. Aber nur wenigen ist es gegeben, ihn auch benennen zu können. Wer ihn nicht erkennt, kann ihn nicht beseitigen (lassen). Wer so betriebsblind ist, braucht einen guten Berater.

Gelingt es einem Anbieter, den Gewinn seines Kunden zu maximieren, so entsteht, was neuerdings als „win-win-Situation" bezeichnet wird. Nicht meine Gewinn-Maximierung, sondern die meiner Kunden, muss mein Ziel sein, sagt Wolfgang Mewes.

Nur wer einen Bedarf spürt, will etwas haben. Insofern kann nur eine Bedarfsgruppe auch eine Zielgruppe bilden. Allerdings kann man Bedarfe auch erzeugen oder spürbar machen. So lange es kein iPhone gab, konnte es niemand haben wollen. Erkennbar war nur der Wunsch, es möge ein Gerät geben, das sovieles leistet (latenter Engpass! s.o.). Brutzelt jemand an einem Stand leckere Currywürste, so wird bei einem Passanten eventuell ein Bedarf spürbar, der vorher nicht bestand. Eine Zielgruppe ohne Bedarf in eine Bedarfsgruppe zu verwandeln, erfordert Innovation und Marketing.

Diese und andere Tipps bekommt man im StrategieForum in München. Sie bringen auch den WORTWERFER zum Nachdenken!



Montag, 15. Juli 2013

Was hilft gegen Demenz?



N i c h t s ! ist die Antwort fast aller Neurologen. Außer gute Gene, sagen andere. Das letzte Woche im „Süddeutsche Zeitung Magazin“ veröffentlichte Interview mit Ursula von der Leyen  und Maria Furtwängler, die beide ihre Väter durch schmerzliche Jahre des langsamen  Abschieds begleitet haben, beweist: Es ist ein Verfall des Gehirns, der alle treffen kann. Auch jene, die sich jegliche ärztliche Hilfe leisten können. Vielleicht kann man den Verlauf durch Medikamente sowie durch liebevolle Betreuung und einfühlsame Aktivierung des Langzeitgedächtnisses verlangsamen. Man kann den Betroffenen – auch das wurde im Interview erwähnt – immer noch Stunden der Freude, des Wiederauftauchens schöner Erinnerungen schenken, meist gefolgt vom Schmerz, dass sie nicht von Dauer sind.

Ca. 20.000 am Demenz Erkrankte werden in München von ihren Angehörigen betreut. Nur rund 800 vollstationäre Betreuungsplätze stehen in Heimen zur Verfügung. Es gibt Möglichkeiten der Tagespflege. Wer sich – wie die beiden prominenten und wohlhabenden Damen – Betreuer oder Betreuerinnen leisten kann, muss tief in die Tasche greifen. Selbst sie haben Helferinnen aus Polen engagiert, weil sie sich mit geringeren Löhnen zufrieden geben wie auch oft gut ausgebildete Betreuerinnen aus anderen osteuropäischen Ländern.

Wir werden in Deutschland mit einer wachsenden Zahl an Demenz erkrankender Personen rechnen müssen. Gerechnet wird mit einer jährlichen Steigerungsrate von 10 bis 12 Prozent. Das liegt einfach am höheren Lebensalter, das ein wachsender Teil der Bevölkerung erreicht.

Kann man nicht der eigenen Demenz entkommen?


Kann man wirklich nichts unternehmen, um der eigenen Demenz zu entkommen? Hilft Kreuzworträtselraten? Sudoku? Schachspielen? Fremdsprachen lernen? Ein Senioren-Studium? Leider nein! Aber auch, wenn sich die Krankheit manifestiert hat, können alle diese Maßnahmen dem Betroffenen noch helfen, die Achtung vor sich selbst zu bewahren. Es ist den meisten sehr wichtig, sich selbst noch etwas beweisen zu können. Ärzte können dennoch hinter die Fassade schauen. Denn sich selbst und damit auch anderen vorzumachen, dass man noch fast alles kann, birgt Gefahren. Manche fahren sogar noch Auto, unternehmen Ausflüge, gehen in die Berge.
Wenn einem dann vom Amt ein Betreuungsvertrag vorgelegt wird, empfinden es viele, als würde nun ein geistiges Todesurteil über sie verhängt. Gerade die Älteren kennen die früheren Vokabeln noch: Entmündigung, Vormundschaft! Ab jetzt musst du um alles und jedes fragen wie ein kleines Kind. Dein Geld ist nicht mehr dein Geld. Männer fühlen sich erst recht entmannt, wenn sie ihren Führerschein abgeben müssen und das Steuer gegen einen Rollator eintauschen müssen.

Deshalb ist jede Freude, die wir Dementen bereiten können, ohne sie wie Kinder anzureden, ein kostbares Geschenk. Vorlesen, Fotoalben anzuschauen, Bildbände aus früheren Zeiten – damit stimuliert man das Langzeitgedächtnis. Jede Zeit, die man ihnen widmet, gibt ihnen etwas von dem Menschen zurück, der sie einst waren. Wann erwischt es uns? fragt der Wortwerfer

Sonntag, 7. Juli 2013

„Ich will Feindschaft setzen …“





„Ich will Feindschaft setzen zwischen dir … und dir?“ Ja, das klingt ganz anders als im 1. Buch Mose 3,15. Soll es auch.
Ich knüpfe noch einmal bei der Thematik der letzten beiden Blogs an. Da ging es zuletzt um das Spannungsfeld zwischen dem S E L B S T und dem E G O, was zunächst verwirrend wirkt. Sind wir nicht EINS? Wird uns aber die Frage gestellt: Wie stehst du zu dir selbst? Kannst du dich eigentlich leiden? antworten nur wenige (ehrlich): „Ich zu mir? Ich bin der Beste, bin top-fit, super drauf! Mein Selbstwertgefühl – alles paletti!“ Wie stehen wir zu solchen „Ich-bin-okay-Typen“?
Natürlich ist es äußerst erstrebenswert, mit sich selbst ins Reine zu kommen, sich selbst zu finden und zu akzeptieren. Zigtausend Psychotherapeuten, Heilberufe und Seelsorger verdanken ihre berufliche Existenz der Tatsache, dass dieser Zustand „in sich selbst zu ruhen“ ganz und gar nicht einfach zu erreichen, und noch schwieriger dauerhaft zu stabilisieren ist. Es gibt Höhen und Tiefen – wie banal ist diese Aussage.
Menschen, die sich  l i e b e n , in Leib und Seele, helfen sich dabei, Selbstkrisen gar nicht erst virulent werden zu lassen, und wenn, dann wieder aus dem tiefen schwarzen Loch heraus zu kommen.
Wer aber will Feindschaft setzen zwischen dir und dir? Und dies noch mit Steuermitteln (= Bürgergeld) und auf obrigkeitliche Anweisung? Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend?  Das sind alle, die sich dem

G e n d e r – M a i n s t r e a m

unterworfen oder angeschlossen haben.
Gender-Mainstreaming ist eine im Ursprung feministische Ideologie, die im Klima der Political Correctness erblüht ist. Die Bezeichnungen „Mann“, „Frau“, „Junge“, „Mädchen“, „Vater“, Mutter“ etc. werden als sexistisch empfunden, denn sie definieren einen Menschen nach seinem körperlichen Geschlecht (= sex). Deshalb soll sich jedes Individuum zu seinem sozialen Geschlecht (= gender) bekennen und sich ohne den Zwang seines körperlichen Geschlechts zu seiner ihm genehmen Gender-Identität bekennen: Lesbisch, schwul, transsexuell, hetero. Der Junge soll ein Mädchen sein können, das Mädchen ein Junge, der Vater eine Mutter, die Frau ein Mann. Der Professor eine Professorin (auch gezwungenermaßen!). Damit dieses vielfältige Anders-Werden nicht behindert wird, wird der Vater zu „Gender1 (oder 2)“, die Mutter zu „Gender2 (oder 1)“, was in der Schweiz bereits als Gesetzes-Intiative eingebracht wurde. Schon im Kindergarten sollen auf der Basis pädagogischer Empfehlungen Jungen sich als Mädchen fühlen lernen, Mädchen als Jungen. Sie sollen „unisex“ miteinander spielen. In der Schule werden Aufsatzthemen empfohlen „Wie ich mich mit Vagina fühle“ (für Jungen), „Wie ich mich mit einem Penis fühle“ (für Mädchen). Oder ähnlich. Das Kind soll lernen, dass seine natürliche Geschlechtlichkeit unbedeutend für seine Identität ist. Falls Sie das nicht glauben sollten: Es ist so – und gewollt, vom Frauen-Ministerium, von der EU und der UNESCO..
Nun manifestiert sich das Geschlecht eines Jungen nicht nur in den sekundären Geschlechtsmerkmalen, und das des Mädchens ebenfalls nicht. Sondern in einem sehr unterschiedlichen Aufbau des Gehirns, insbesondere des Stammhirns und des Limbischen Systems.
Nun wird Feindschaft gesetzt zwischen Deiner vitalen sexuellen Struktur und der von den Genderisten geforderten anderen Identität. Du bist im Kopf und zwischen den Beinen ein Junge oder ein Mädchen, aber man redet Dir ein: Das muss oder soll so nicht sein.
Sollte dies auf Sie, als Erwachsenen, irritierend wirken, so ist es für das Kind, dessen Persönlichkeit im Werden begriffen ist, verheerend.
Leider hat sich bisher von den politischen Parteien nur die „Alternative für Deutschland“ (AfD) entschieden gegen Gender-Mainstreaming ausgesprochen. GRÜNE und SPD sind ohnehin dafür, die CDU ist – wie immer – für alles oder auch nicht, die CSU schläft noch.
Der WORTWERFER hat bei einer interdisziplinären Fachtagung gelernt, dass gerade Probleme mit dem sexuellen Selbstbewusstsein häufig Ursachen für Jugendgewalt, Mobbing, Beschämung und Erniedrigung sind. Die Feindschaft in mir selbst bewirkt die Feindschaft gegenüber anderen.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Frustrationen




Das ist kein besonders animierendes Wort, das der WORTWERFER hier hinein wirft. Es geschieht ausgegebener Veranlassung.
In den letzten beiden Blogbeiträgen ging es um die  L i e b e  als stärkste Lebensenergie. Aber manchmal ereignet sich etwas, das binnen weniger Sekunden alle Lebensenergien kurzschlussartig zum Erliegen bringen kann. Es müssen nicht einmal die großen Tragödien sein, etwa ein Telefonat mit schwärzestem Inhalt. Man hat sich auf etwas sehr gefreut. Man ist mit großem Engagement, äußerster Umsicht und Expertise auf ein verlockendes Ziel zugesteuert und glaubt, es endlich, endlich erreicht zu haben – und dann NICHTS!
Es scheint so, als sei alles „frustra“ gewesen, auf Deutsch: vergeblich.
Jetzt kommt es auf die Frustrationsschwelle an. Manch einer speit ein Schimpfwort aus, entfesselt einen höchst persönlichen shit-storm. Gibt dem Stuhl einen Tritt. Und dann ist es wieder gut. Er oder sie fasst sich wieder. Das Leben geht weiter. Du hast noch viele Versuche frei!
Liegt die Schwelle tiefer, dann könnte der plötzliche Energieabsturz tatsächlich zu Kurzschlusshandlungen führen. Hoffentlich gibt es dann jemanden, der einen behutsam auffängt. So eine Art menschliches, liebevolles Notstrom-Aggregat müsste anspringen. Wehe dem, der jetzt alleine ist.

Die ganz persönliche Energie-Beratung

Als Unternehmensberater und Management-Trainer kam ich mir oft wie ein solches Notstrom-Aggregat vor. Dann lagen diese Berufsbezeichnungen sehr daneben. Die zunächst geschilderten Probleme erwiesen sich als  V o r – W ä n d e  und es gehörte Mut dazu, sie zu durchstoßen. „Darf ich Sie nachher mal fünf Minuten privat sprechen?“
Ich erinnere mich noch gut an solche „fünf Minuten“, aus denen leicht fünf Stunden wurden, gern im Gehen, um körperliche Verspannungen abzubauen.
Anschließend hatte ich dann den „Schwarzen Peter“ gezogen, eine schlaflose Nacht, oft das Gefühl der Hilflosigkeit. Dann habe ich mir den Frust von der Seele geschrieben, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.
Aus fünf Stunden wurden auch mal fünf Monate und mehr. Jahre. Freundschaft. Heute nennt man das Coaching. Warum nicht persönliche Energieberatung?
Wer sein Persönliches Energienetz skizziert hat, tut gut daran zu überlegen, wer denn im Fall der Fälle als sein liebevolles Notstrom-Aggregat an- und einspringt. Meint Ihr Wortwerfer

Samstag, 29. Juni 2013

Ihr persönliches Energie-Netz und die Liebe





Lassen Sie mich anknüpfen an meinen letzten Blog über Burn-Out. LOVE IT or LEAVE IT or CHANGE IT , perhaps COMPENSATE IT – spricht sich so leicht hin, ist es natürlich nicht, weiß der Wortwerfer.
Aber wo ansetzen? Stellen Sie sich vor, Sie sind der Mittelpunkt eines ganz persönlichen Energienetzes (siehe Abbildung). Aus vielen Richtungen führen Stromleitungen zu Ihnen, aber auch in diese Richtungen führen solche Leitungen. Diese Leitungen führen zu Netzknoten, und alle die vielen sehr unterschiedlichen Netzknoten sind mit allen anderen Netzknoten verbunden.

Ein Beispiel: Von Ihnen zu Ihrer Partnerin, zu Ihrem Partner führt eine Energieleitung hin und eine wieder zurück. Sie geben Liebe hin und es fließt Liebe zurück. Das macht Sie glücklich.  Glück ist Energie. Ebensolche Hin- und Rück-Gaben verbinden Sie mit Ihren Kindern, Eltern, Freunden, Kollegen. Aber auch mit Ihrer Arbeit, mit Ihren Finanzen, Ihren Projekten, und mit Ihrer Gesundheit, mit Ihren Hobbys. Das mag eigenartig klingen, ist aber sehr einsichtig: Sie lassen z.B. viel Kraft, Sachkenntnis und Engagement in Ihren Beruf fließen. Das ist Energie. Vielleicht lieben Sie Ihren Beruf. Was fließt zurück? Befriedigung? Anerkennung? Geld? Sicherheit? Erfolgserlebnisse? Ja, wunderbar!
Bisher waren alle Beispiele im positiven Bereich. Dann sind diese Netzknoten Energiequellen. Es wäre schön, wenn Sie so mit allen Netzknoten synergetisch verbunden wären. Dann sprudeln die Energiequellen nur so – und es geht Ihnen prächtig.

Von Energiequellen und Energielecks

Leider gelingt das Leben nicht immer so. Würden Ihnen aus Ihrem beruflichen Engagement zumeist Ärger, fehlende Anerkennung, Intrigen, Zukunftsangst zurückfließen, dann kostet Sie das viel Energie. Hier tut sich statt einer Energiequelle ein Energieleck auf. Da alle Netzknoten mit allen Netzknoten verbunden sind, fließt aus dem ganzen persönlichen Energienetz Energie ab, vermutlich sogar sehr viel! Dieser Verlust tangiert Ihre sämtlichen anderen Beziehungen. Spielen mit den Kindern? Sie haben andere Sorgen! Treffen mit Freunden? Keine Lust! Ihre finanziellen Verhältnisse? Durch Arbeitsplatzverlust bedroht! Spaß an Hobbys? Vergällt! Gesunder Schlaf? Vergiss es! Ein Magengeschwür?
Dieses Beispiel zeigt Ihnen, wie gefährlich bedeutende Energielecks sind, wo auch immer sie auftauchen: Krach mit dem Partner? Krankheit? Finanzielle Fehlinvestitionen? Mobbing durch Kolleginnen? Demenz bei einem Elternteil? Ein Kind auf Drogen? Dann lesen Sie die oben in Großbuchstaben geschriebenen Ratschläge mit anderen Augen. Sie müssen diese Energielecks schließen oder beseitigen, oder stärkere Energiequellen erschließen, sonst sind Sie bald  e r s c h ö p f t ! Das wird fälschlich mit Burn-out bezeichnet.

Da wäre noch eine äußerst wichtige Beziehung: Die zwischen Ihrem Selbst und Ihrem EGO. Ist nicht beides dasselbe? Eine Frage: Können Sie sich selbst leiden? Sind Sie mit sich selbst im Reinen? Oder kommen Sie mit sich selbst nicht klar? Das wäre ein fundamentales Energieleck! Und: Innere Konflikte werden gern an anderen ausgetragen.

Im Herbst erscheint bei publi4all mein eBook „Mehr Lebensenergie“.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Burn-out?





B u r n – o u t  ist eine Raketenstufe, die ihre Funktion erfüllt hat und nun ausgebrannt im Weltraum herum taumelt, bis sie schließlich verglüht und allenfalls klägliche Reste auf die Erde runterstürzen. B u r n- o u t  ist endgültig. Diese Rakete kann nicht mehr mit neuem Treibstoff gefüllt werden.
Ich erschrecke stets, wenn sich Menschen als „burn-out“ bezeichnen oder gar diese Diagnose von Ärzten oder Psychologen gestellt bekommen: Ausgebrannt! Burn-out! …. und dann?

Vor einigen Jahren habe ich das Buch „Selbst-Management + Liebe / Mehr Lebensenergie“ bei MVG veröffentlicht. Es ist längst vergriffen. Zuletzt verkaufte ich noch die Korrektur-Fahnen. Jetzt gibt es das Buch noch antiquarisch u.a. bei Amazon. Ende des Jahres könnte es aktualisiert als eBook beim Verlag „publi4all“ wieder zu lesen sein.

Liebe ist die stärkste Energie-Quelle

In diesem Buch habe ich die  L i e b e  als wichtigste Lebensenergie in den Mittelpunkt gestellt. Es ist auch – behaupte ich – die einzige  E n e r g i e, mit der man sich selbst oder andere wieder „aufladen“ kann. Allerdings ist es nicht nur die Liebe zu einem anderen Menschen, sondern auch zum Sport, zur Natur, zu Tieren, zur Musik, zur Kunst und zu Gegenständen, insbesondere jedoch auch zum Beruf. Liebe ist aktives Bemühen um das Wohlergehen eines Anderen, wobei „das Andere“ eben in vielen Gestalten daher kommt.
Liebe ist stets eine positive Hin-Gabe, in der Hoffnung, dass die Hin-Gabe auch positiv ankommt. Sie wird hingegeben in der Hoffnung, dass darauf auch eine positive Rück-Gabe in irgendeiner Form erfolgt. Wir sprechen oft von einem Strom der Liebe, wir schöpfen aus einer Quelle der Liebe.
Ich wünsche mir, dass jeder das schon einmal erlebt hat: Er schenkt Liebe und erfährt selbst das Geschenk der Liebe. Er oder sie fühlt sich, als könne er, als könne sie „Bäume ausreißen“ und Großes erreichen. Übrigens gilt das auch für unser Tun: Wenn es gelingt, wenn die Liebe, die wir in unser Tun investieren, als Erfolg zurück kommt. Diesen beglückenden Effekt, der sich dann aufschaukelt, nennen wir  S y n e r g i e . 1 + 1 ist dann nicht mehr 1, sondern ein Vielfaches davon. Sie ist schier unerschöpflich.
Aber leider haben wir alle schon das Gegenteil erlebt: Unerwiderte Liebe, Misserfolge, Fehlinvestitionen, Pech, Krankheit, Zusammenbruch. Und dann: Burn-out? Nein!
Dann sind wir „erschöpft“. Es ist mehr Energie aus uns hinaus geflossen, als aus unseren Energiequellen uns wieder zugeflossen ist. Wir müssen die Energie-Lecks schließen. Vier Wege bieten sich dazu an:
LOVE IT: Versuche, das Beste aus der Situation zu machen. Vielleicht steckt in dem, was du als negativ ansiehst, sogar etwas Positives? Ein Lernschritt?
LEAVE IT: Manchmal ist es besser, einen klaren Schnitt zu machen und sich abzukoppeln von dem, was einem die Lebensenergien auffrisst. Leave it kann aber auch heißen: Lass locker! Klammere nicht! Geh mal auf Distanz! Verbeiße dich nicht in etwas!
CHANGE IT: Versuche was zu verändern. In manchen Fällen: DICH SELBST!
COMPENSATE IT: Versuche, den unvermeidbaren Energieverlust an der einen Stelle durch Erschließen einer Energiequelle an anderer Stelle zu kompensieren.
Der Wortwerfer kommt im nächsten Blog darauf zurück. Bis dann: Lieben Sie!

Samstag, 22. Juni 2013

Ohne Ziele keine Treffer!





Das KLW-Mittelstandsforum hatte vorgestern abend – den dräuenden Gewitterwolken trotzend – zu einem zwanglosen Treffen in einen der idyllischsten Biergärten Münchens geladen, mitten in einem Park an einem kleinen See. Eine Magyarin, mit dem ziemlich deutschen Namen Andrea Albrecht, bestritt den Höhepunkt des Abends: Eine kurze Einführung in die reale und vor allem mentale Kunst des Bogenschießens. Wer sie beherrscht, beherrscht auch die Kunst der Unternehmensführung – so die verschlüsselte Botschaft. Dazu hatte sie sechs kunstvolle Bogen aus der Werkstatt asiatischer Steppenvölker mitgebracht, hergestellt aus den dort traditionell verfügbaren Materialien – den Überbleibseln von Tieren: Horn, Knochen, Sehnen. Und nach den tausende Jahre alten Erfahrungen, wie ein solcher Bogen die menschliche Kraft maximal in den Schuss des Pfeils überträgt, noch dazu, wenn der Schütze auf dem Rücken dahinrasender Pferde sein Ziel verfolgt.
Fünf Elemente braucht ein erfolgreicher Schütze: einen ausgezeichneten Bogen, sehr gute Pfeile, die Kraft des Geistes, die Beherrschung des Körpers und  e i n  l o h n e n d e s  Z i e l !

Der Autor des Management-Buches „Ohne Ziele keine Treffer / Ziele – Wegweiser zum Erfolg“ (Verlag Kastner, Wolnzach 2006, 3. Auflage) fegte dabei geistig über die Wüsten deutscher Unternehmensführung. Wie oft brachte ich sogenannte Manager zum Straucheln, wenn ich sie – damals als Unternehmensberater – nach ihren genauen Zielen fragte! Kein Skythe käme auf die Idee, ungefähr in eine Richtung zu schießen, wenn er ein Tier erlegen will. Die Kunst, operationale Ziele zu definieren, also ein bestimmtes Ergebnis in bestimmter Qualität und Quantität zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen zu wollen, ist nicht sehr ausgeprägt – und noch dazu unbeliebt: Es lässt sich nämlich dann eindeutig erkennen, ob es erreicht wurde oder nicht. Und nicht nur „gewissermaßen“. Aber besser werden kann ich nur, wenn ich die Abweichungen vom Ziel erkenne – wie beim Bogenschießen! Ich wünsche Andrea Albrecht viele Manager, denen sie das klar macht.

Aber es sind ja nicht nur die Manager. Es sind auch die Coachees, wie man sie heute nennt, also persönliche Beratungskunden (auch im Coaching-by-Mail), die sich irgendwie in ihrer Berufslaufbahn festgefahren haben, die bei der Frage nach ihren eigentlichen Zielen große Augen machen und ins Ungefähre abgleiten. Klar – Ziele vor Augen haben garantiert nicht, sie auch zu erreichen. Aber Mark Twain hatte schon recht, wenn er sagte: „Wer nicht weiß, wo er hin will, wird sich wundern, dass er ganz woanders ankommt!“ Und Seneca der Ältere mahnte: „Wer nicht weiß, in welchen Hafen er segeln will, für den ist kein Wind der richtige!“ Ich freue mich auf innovatives Coaching: Coaching-by-Walking. Ich werde, wenn es das Wetter zulässt, am Montag die Probleme und Lösungsansätze meines Klienten bei einer Wanderung besprechen. Anschließend: Biergarten! Schönes Ziel! meint der Wortwerfer.